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Quotes from Carolin Emcke

Wer den Normen entspricht, kann es sich leisten zu verzweifeln, dass es sie gibt.
~ Carolin Emcke
Was sind das für Konstellationen in der Gegenwart, in denen zufällige oder angeborene Unterschiede ausgesucht werden, um daran soziale Anerkennung oder gar Menschen- und Bürgerrechte zu koppeln?
~ Carolin Emcke
Warum wird das Spielerische, Leichte, Dynamische aus der Sexualität genommen, warum sind die Klangfarben, die Tonarten der Lust als so statisch, abgegrenzt, einseitig gedacht, warum sind die Modulationen verschwunden aus dem Denken über das Begehren?
~ Carolin Emcke
Nicht gesehen, nicht erkannt zu werden, unsichtbar zu sein für andere, ist wirklich die existentiellste Form der Missachtung.
~ Carolin Emcke
Heimat ist das, von wo wir ausziehen, wo wir beginnen...Es ist nicht das, wo wir bleiben, es ist nicht das, was uns unverändert begleitet. Die Wanderschaft, auf die wir uns begeben, auf der wir unserem Begehren nachgehen, diese Unruhe, die uns angetrieben hat, das Gefühl des Exils ist die Quelle für das Suchen nach einem anderen Zuhause, nach einer anderen Heimat.
~ Carolin Emcke
Wer der Norm entspricht, kann dem Irrturm erliegen, dass es sie nicht gibt. Wer der Mehrheit ähnelt, kann dem Irrturm erliegen, dass die Ebenbildlichkeit mit der die Norm setzenden Mehrheit keine Rolle spielt. Wer der Norm entspricht, dem oder der fällt oft nicht auf, wie sie anderer ausgrenzt oder degradiert. Wer der Norm entspricht, kann sich oft ihre Wirkung nicht vorstellen, weil die eigene Akzeptanz als selbstverständlich angenommen wird.
~ Carolin Emcke